Jochen Math

Gastbeitrag: Orbit360 Gravelbike Tour mit Sightseeing-Charakter

Gastbeitrag von Jochen Math

Die Idee: Cycling is social. So are we. Let‘s ride for a reason!

RideFAR180 wurde von Orbit360 ins Leben gerufen. Die Gravelbike Challenge fällt mit 180 km (alternativ 360 km) in die Kategorie des ultra-distance cycling. Mit deiner Spende (gleichzeitig Eintrittskarte) unterstützt du zwei soziale Projekte aus der Bikebranche: Bikeygees und Ghana Bamboo Bike Initiative

  • Wer: Jochen, kurz Jo
  • Wann: 29.03.2021
  • Modus: solo
  • Wo: Schwäbische Alb, Baden-Württemberg
  • Distanz: 191.2 km
  • Höhenmeter: 1960 m
  • Strecke: komoot-link

Das Gravelbike – Rondo Ruut CF 2 (2019)

Rondo Ruut CF

Das Gravelbike meiner Wahl legte ich mir bereits Anfang 2020 zu. Ein Rondo Ruut CF2. Das Ruut CF2 ist mit einem Neupreis von 3000 € sicherlich kein Schnäppchen. Mit einem Gewicht von unter 9 kg lässt vor allem der Carbonrahmen den Preis in die Höhe schnellen. Eine wuchtige Starrgabel (auch Carbon!) in „Babyblau“ setzt den Kontrast zum matten Schwarz des Rahmens. Das Babyblau findet sich auch am Vorbau und in den Felgen wieder. Steckachsen werden an Rahmen und Gabel verwendet. Nachlauf und Lenkwinkel können über die patentierte TwinTip-Technologie von Rondo verstellt werden. Das Ruut CF2 ist mit einer SRAM Rival – Gruppe ausgestattet. Vorne 1-fach, hinten ist ein 11er-Ritzelpaket montiert. Auf den Aluminiumfelgen von Rondo ist bei mir aktuell der Panaracer Gravelking drauf. Ich warte immer noch auf meinen ersten Platten. Anschließend wird auf tubeless umgerüstet.

Die Komponenten zählen zum Teil eher zur Einsteigerklasse im Gravel-Bereich. Mein zweites Gravelbike wird mit einer GRX-Gruppe kommen. Auch dämpfende Gravel-Lenker (etwa von Spank) sind eine Option, auch wenn diese nicht gerade günstig daherkommen.

Gadgets & Gears

Rapha Jersey

Meine Packliste:

  • Rapha Jersey
  • Löffler Radhose
  • Northwave Schuhe
  • Vaude Arm- und Beinlinge
  • Gore Handschuhe
  • Vaude Windbreaker
  • Stirnband selbstgenäht mit Stoffen von Vaude
  • Powerbank
  • 2x Bananen
  • 4x Müsliriegel
  • 2x Trinkflasche mit Magnesium-Tabletten
  • Vaude Satteltasche
    • Fabric Multitool
    • Schwalbe Reifenheber
    • Ersatzschlauch
    • Muc-Off CO2-Kartusche
    • Isolierband

Der Tag

Morgens 8:00 Uhr – Aufstehen und Frühstück

Ein schnelles Müsli mit Haferflocken, Samen und Nüssen, dazu Joghurt und Dattelsirup muss reichen. Kaffee am Morgen darf nicht fehlen. Noch schnell nebenher Strava und Komoot scharf stellen. Mein Bike habe ich am Vortag bereits gerichtet.

Um 8:30 steige ich aufs Rad. Die ersten Kilometer fühlen sich nicht wirklich flüssig an. Mir geht so einiges durch den Kopf. Ob es die richtige Entscheidung war, 180-200 km bergauf und bergab auf der Schwäbischen Alb zu malochen? Das Wetter jedenfalls spielt mit, Sonne pur bei 23°C ist angesagt!

Erstes Ziel: Burg Hohenzollern!

Vorbei an Hechingen geht´s über kürzere Single-Trails und längere Asphalt-Abschnitte in Richtung Burg Hohenzollern. Die Burg thront über der Landschaft, sie ist von weitem nicht zu übersehen.

Burg Hohenzollern

Kurz vor 10:00 Uhr

An einer imposanten Fahrradbrücke (man beachte die Stahlkonstruktion und die Burg im Hintergrund) gibt´s das zweite Frühstück. Bäckerbrötchen, Bio-Banane und Booster-Riegel bereiten mich mental auf den Albanstieg vor. Die malerische Burg lass ich wenig später links liegen, der Aufstieg zum Lochenpass (880 m ü NN) steht an.

#rideFAR180

Etliche Kehren weisen den Weg auf das Hochplateau der schwäbischen Alb. Alpenfeeling kommt auf. Ich fühle mich an die Kehren des Stilfser Jochs erinnert. Wenngleich die Steigungsprozente nicht ganz mit denen eines Stelvios mithalten können 😉

Jochen Math

Nach dem Lochenpass erhole ich mich in einer 40 km langen Abfahrt von den Strapazen des Albaufstiegs. Müsliriegel und Kirschplunder werden während der Fahrt verspeist. Über Nusplingen führt mich der „Gebirgsbach“ Bära in das Bärenthal und weiter nach Fridingen a. d. Donau.

Orbit360 Gravel Tour

13:00 Uhr – Mittagszeit

Die Sonne knallt auf den Asphalt. Was ein Glück: Der Wechsel auf Schotter-Abschnitte steht an. Eine längere Gravel-Passage flussabwärts bis Sigmaringen folgt auf die 40 km Abfahrt. Zwischendurch das obligatorische Selfie für Family & Friends. Der helle Schotter der Schwäbischen Alb blendet dabei so abartig, dass die Sicht ohne Brille nahezu verschwimmt. Die Augen danken es, ohne Brille unterwegs zu sein. Die Schotter-Passagen sind mein persönliches Highlight entlang der Tour. Diese können getrost als Strade Bianche der schwäbischen Alb durchgehen 😉

Jochen Math Gravel Biker

Kurz vor Sigmaringen der Wechsel zurück auf Asphalt. Die Strecke entlang der Donau ist weiterhin atemberaubend. Kurze Tunnelpassagen (10-15 Stück) gepaart mit kleineren, knackigen Anstiegen.

Mit dem Schloss Werenwag, dem Hohenzollernschloss in Sigmaringen und dem Schloss in Hettingen gibt´s Sehenswürdigkeiten en masse zu bestaunen. Diese nehme ich im Vorbeifahren allesamt mit. Alles geplant versteht sich 😉

Komoot Gravel Tour

Feldweg- und Asphalt-Passagen entlang der Lauchert und der Erpf führen mich über Gammertingen nach Genkingen, der zweithöchsten Erhebung meiner Route. Es folgt die reißerische Abfahrt mit bis zu 70 km/h gen Tübingen.

Nach über 7,5 h im Sattel und nahezu 200 km komme ich gegen 17 Uhr zurück. Erschöpft und ausgelaugt, aber nicht minder glücklich! Wiederholung? Ja, auf jeden Fall! Meine Komfortzone musste ich nicht verlassen, deshalb werden es beim nächsten Orbit360-Event wohl auch 360 km werden.

Auf ein Neues im Mai! Denn dann steigt das nächste Orbit360-Event- Ich werde sicherlich wieder am Start mit meinem Gravelbike stehen. Auf orbit360.cc versorgt euch das Team um Raphael Albrecht mit allen Details!

Vielen Dank an Jochen Math, dass er diese tolle Tour hier mit uns teilt 🙂

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